Heideteller des VFL Lüneburg
Sonntag, 07.03.2010
1.Platz beim 36.Hallenturnier um den Heideteller !!!
Unser wahrscheinlich letztes Hallenturnier für dieses Jahr führte uns nach Lüneburg. Bei eisigen Temperauren trafen wir uns um 07:30 Uhr am FTV-Clubhaus. Schnell die Sachen in den Bus einpacken und einsteigen, dachten sich wohl die frierenden Mädchen, aber die Temperatur machte uns einen Strich durch die Rechnung. Die Seitentür vom Bus ließ sich nicht öffnen, das hieß also für die Mädchen Frühsport und über Sitze klettern, hehe. Immerhin blieben dann Alle unverletzt. Dazu kam noch das wir auf Torsten und Selina warten mussten, dessen Autobatterie wohl die Kälte nicht überlebte. Wir fuhren mit 30 minütiger Verspätung los, aber das sollte nicht die letzte Verspätung an diesem Tage sein. Nach einer schönen Fahrt kamen wir gegen 09:00 Uhr in Lüneburg an. Die Tür war nun auch nicht mehr gefroren, kein Wunder bei gefühlten 30 Grad im Bus. Wir holten uns das Turnierheft und sehen das wir eigentlich schon um 09:00 Uhr unser erstes Spiel haben sollten, kleiner Druckfehler es sollte ja um 09:30h losgehen. Die Gruppe war fast eine kleine Hamburger Hallenrunde, FTV, BU, Lieth, Bramfelder SV und zwei weiter Teams. Na ja, wir als Hamburger Hallenvizemeister müssten es ja auch in so einer Gruppe schaffen. Leider sind dann nicht Alle Mannschaften erschienen, so dass die Turnierleitung einiges ändern musste und es damit mit Verspätung losgehen sollte. So blieben in unserer Gruppe dann nur der Bramfelder SV aus Hamburg, der MTV Dannenberg, TuS Harsefeld, TuS Fleestedt und wir. Wir hatten dann auch gleich das erste Spiel gegen Dannenberg.

MTV Dannenberg – Farmsener TV 1:6
Das erste Spiel ist immer das Schwierigste. Heute mal aber nicht. Die Mädels fanden gut ins Spiel, verpassten jedoch in den ersten Minuten ihre zahlreichen Chancen zu nutzten. Man scheiterte an eigener Verspieltheit( ich bin ja zu nah am Tor, dann spiel ich lieber noch mal Quer) oder an der sehr guten Torhütterin von Dannenberg. Immerhin fanden die Mädels 6mal das Ziel, und schenkten dazu Dannenberg ihr einziges Turniertor. Der Anfang war also gemacht und es konnte weitergehen. Bis es aber soweit war dauerte es eine Weile. Wir hatten 5 Spiele Pause( lange Zeit also zum Ausruhen, und das hat sich dann bis zum letzen Spiel in der Gruppe immer wiederholt).

Farmsener TV – TuS Fleestedt 3:1
Im zweiten Spiel dann eine gute Vorstellung unserer Mädels. Von Beginn an wurde mehr gespielt. Dies zahlte sich aus und wir gingen schnell in Führung. Nach dem dritten Tor wurde jedoch aufgehört Fußball zu spielen und man versuchte es mit Einzelaktionen, was leider keinen weiteren Treffer für uns einbrachte, sondern nur ein Gegentor. Zwei Spiele zwei Siege. Gut gemacht Mädels.

Tus Harsefeld – Farmsener TV 0:0
Das dritte Spiel bestritten wir gegen die Grünen aus Harsefeld. Kann das gutgehen? Wir begannen gegen die körperlich robusteren Gegner sehr gut und diszipliniert. Die Mädels ließen sich nicht in viele Zweikämpfe ein, sondern ließen den Ball laufen. Dadurch konnten wir unsere Vorteile im spielerischen Bereich zur Geltung bringen. Leider machten wir aus den herausgespielten Chancen kein Tor und es blieb beim 0:0. Trotzdem war es bis dahin die beste Leistung des Teams, jedoch wieder kein Sieg gegen eine Mannschaft in Grünen Trikots, das muss ja mal irgendwann klappen.

Farmsener TV – Bramfelder SV 0:1
Das letzte Spiel in der Gruppe dann gegen die Nachbarn aus Bramfeld. Wir verloren das Spiel wohl verdient mit 0:1. Woran es lag?, keine Ahnung!!! Bramfeld hatte bis dahin ihre drei Spiele Alle gewonnen und waren sicher weiter, uns langte eine Niederlage mit 6 Toren Unterschied zum weiterkommen. Na ja das wird wohl nicht passieren dachten wir uns Alle. Wir stellten etwas um, um die gefährlichen Angreiferinnen Natali und Sammy von Bramfeld zu stoppen. Selina sollte sich um Natali kümmern und Dolores um Sammy. Und da war auch schon der Grund!!! Bramfeld stellte kurzerhand um, Sammy ging nach hinten und Dolo wusste nichts mit ihrer Freiheit anzufangen. Ein wirklich cleverer Schachzug von der Gegenseite. Anstatt zu versuchen miteinander zu spielen, versuchten es unsere Mädels wieder mit Einzelaktionen, was bekanntlich selten zum Erfolg führt. Selina hatte Natali soweit gut im Griff, aber einen Stellungsfehler von ihr nutzte Natali sofort aus und schoss das Siegtor. Glückwunsch an den BSV. Ziel erreicht keine 6 Gegentore kassiert und damit weiter, nur Mädels es kann nicht Euer Ziel sein Tore zu verhindern, selber Spiel in Griff nehmen ist besser. Somit gab es nach dem Spiel auch eine etwas längere Besprechung in der Kabine, gleichzeitig auch das Einstimmen auf das erste KO-Spiel(Viertelfinale). Ich sagte nur noch wenn wir dort weiterkommen sollten, wartet bestimmt Welle im Halbfinale auf uns. Dafür müssten wir uns aber wieder auf unsere spielerischen Qualitäten besinnen und einfach nur Fußball spielen.

MTV Barum – Farmsener TV 1:1 (1:2 nach Siebenmeter schießen)
Barum marschierte in ihrer Gruppe D durch, also waren wir vorgewarnt. Es entwickelte sich ein tolles Spiel, in welchem wir auch dann wieder zeigten dass wir spielen können und auch verdient in Führung gingen. Leider kassierten wir auch noch ein Gegentreffer so dass das Spiel verdient Unentschieden ausging. Es folgte das Siebenmeterschiessen. Im Spiel davor verlor schon Bramfeld ihr Viertelfinale unglücklich im Siebenmeterschiessen, kein gutes Zeichen für unsere Vorrundengruppe. „Wer will schießen?“ fragte ich in die Runde, und dachte:“ nicht Alle von einmal melden!“, tatsächlich meldete sich nur Michelle. Also bestimmte ich noch 2 Schützen, das wird schon irgendwie werden. Wir waren als erstes an der Reihe. Michelle nahm sich den Ball und verwandelte sicher, klar hat sich ja auch gemeldetJ. Andrea war nun im Tor dran, sie hielt den ersten Schuss und somit lagen wir in Führung. Das gibt doch Sicherheit für den nächsten Schützen. Nichts da, Dolores dachte sich ich schiss in die Mitte, falsch Torwart hielt und Barum war dran. Schuss Tor 1:1. Safia wollte uns wieder in Führung bringen, es gelang jedoch nicht. Also lag es nun an Andrea uns im Turnier zu halten. Und sie tat das, nicht nur bei dem dritten Schuss sondern auch vierten und fünften. Denn tatsächlich verschossen dann auch noch Selina und Sara ihre Siebenmeter. Wer soll nun noch schießen, ach ja da ist Andrea. Mit zittrigen Händen, von vielem Bälle halten, lief sie an und verwandelte mit etwas Glück. Jetzt nur noch einen halten und es ist geschafft, Barum versuchte es auch mit ihrem Torwart, Andrea jedoch hielt den Schuss und wir waren im Halbfinale, der erst kleine Jubel war da. Jetzt ist Alles möglich wenn wir bloß nicht gegen die Grünen spielen müssten, dachte ich. Wie sich jedoch dann herausstellte war Welle leider im Siebenmeterschiessen gescheitert. Schade.

VFL Lüneburg – Farmsener TV 0:2
Wir durften trotzdem gegen Grün antreten. Hoffentlich geht’s gut. Die endlich mal nicht so lange Pause tat unseren Mädels gut und wir fanden sehr gut ins Spiel. Wir machten Druck auf den Gegner und schossen dann etwas glücklich das 1:0. Ecke Safia und der Torwart kann den Ball nur ins eigene Tor klatschen, egal Glück muss auch mal sein. Im Gegensatz zu den anderen Spielen versuchten wir auch weiterhin nach vorne zu spielen und nicht das Ergebnis zu Verwalten. Es waren Chancen auf beiden Seiten da, jedoch hatte sich Andrea beim vorherigem Siebenmeterschiessen warm gespielt und lies keinen Treffer zu. Man merkte den Mädels an wie sehr sie den Einzug ins Finale wollten. Es wurde immer wieder nachgesetzt, woraus dann auch unser zweiter Treffer entstand. Gurpreet bedrängte die Gegnerin, erkämpfte sich den Ball, Querpass zu Safia und 2:0. Damit war es geschafft und der Jubel war groß. Endlich mal gegen eine grüne Mannschaft gewonnen und dann noch der Einzug ins Finale.

TSG Ahlten – Farmsener TV 1:1 (0:2 nach Siebenmeterschiessen)
Das Finale stand an. Ich und die Eltern waren schon mit dem Erreichten zufrieden und sehr stolz auf die Mädels( sah ja nicht unbedingt danach aus nach dem Bramfeld Spiel), aber nicht die Mädels wie es sich herausstellen sollte. Sie steigerten sich ab dem Viertelfinale von Spiel zu Spiel. Langt die Kraft noch für die letzten 10 Minuten? und den langen Tag, mittlerweile war es schon gegen 17 Uhr. Wir wussten um die Stärken der TSG Ahlten, welche wir unbedingt verhindern mussten, wenn wir erfolgreich vom Platz gehen wollten. Es war ein sehr gutes Endspiel welches von beiden Seiten sehr fair geführt wurde. Die Mädels gaben noch mal richtig Gas und gingen wieder mal verdient in Führung. Michelle setzte sich energisch durch und verwandelte zum Umjubelten 1:0. Ahlten machte viel Druck auf unser Tor, jedoch scheiterten Sie immer wieder an der wie entfesselnd haltenden Andrea, dafür das Sie heute erst das dritte Mal im Tor stand, ein wirklich Super Leistung. Minuten vor Schluss schien es so als könnten wir den Sack zu machen, eine 2 zu 1 Situation für uns, leider wurde Michelle kurz vorm gegnerischem Tor regelwidrig vom Ball getrennt, der Pfiff des guten Schiedsrichters blieb aus und es kam so wie es kommen musste. Ahlten spielte ihre eigene Überzahlsituation super aus und machte das 1:1, da war auch Andrea machtlos. Jetzt bloß nicht noch in den letzten Sekunden ein Tor kassieren und dann wieder nur „Zweiter“. Die Kräfte ließen fast bei Allen nach, aber auch kein Wunder. Wir schafften es dann noch über die Zeit und bereiteten uns aufs erneute Siebenmeterschiessen vor. Aber da war noch was, laut Reglement musste erst nur eine vierminütige Verlängerung gespielt werden. Gut das schaffen wir auch noch, aber wie? „Wer kann noch?“ fragte ich und von einmal waren Alle FIT, jeder wollte jetzt, obwohl sie gar nicht mehr konnten, aber die vier Minuten halten sie durch. Zur Verlängerung nur so viel: Ich habe meine Mädels selten so kämpfen und rackern sehen wie in den vier Minuten, dafür ein ganz großes Kompliment. Ziel war es natürlich kein Gegentor zulassen(Andrea wird es dann schon richten) und vielleicht noch selber ein Konter setzten. Ein Ziel erfüllt, kein Gegentor kassiert, das Andere nicht.

Also wieder Siebenmeterschiessen. Eigentlich stand auch schon fest wer schießen sollte, falls es zum noch maligem Siebenmeterschiessen kommt, leider konnte Melina nicht und ich musste wieder fragen ob sich jemand traut. Zur Verwunderung meldete sich dann noch Selina, (kann sie überhaupt noch nach der Superleistung im Endspiel) Michelle und Simona waren ja schon fest eingeplant. Wir durften wieder mal als erster Schießen. Michelle, die nur so von Selbstvertrauen( nach der gelben Karte im Halbfinale, Fielmann lässt grüßen) strotzte, bekam den Ball und haute in unhaltbar in den Winkel. Die Hoffnung lag nun an Andrea, schafft sie es noch mal wie im Viertelfinale ein oder zwei zu halten? JA, schon den ersten Schuss der Ahltener Spielerin hielt sie fest. Simona war dran(ich dachte mir sie wird den Ball nie in die Mitte schießen, also schon mal sehr gut), und es kam so, jedoch holte die Torhüterin den Ball super aus der Ecke. Geht das jetzt so weiter wie im Viertelfinale? Ahlten war dran und Andrea hielt erneut bravourös, das war schon der siebte im Turnier. Selina schlich dann mit ihren letzten Kräften zum Siebenmeter an, kurzer Anlauf( mehr war auch nicht drin) Tooooooooooooorrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr!!! Damit konnte Ahlten uns nicht mehr einholen und das Feiern konnte beginnen. Die Mädels freuten sich riesig und Wir waren nur stolz auf die Mädels, die eine riesigen Willen gezeigt haben den Teller wieder nach Hamburg zu holen(Titelverteidiger war der Bramfelder SV, die im letztjährigem Endspiel auch den TSG Ahlten schlugen). Es folgte ein Siegertanz mit den Mädels vom Bramfelder SV und dem TSC Wellingsbüttel, an dieser Stelle vielen Dank an beide Teams für die tolle Unterstützung während des Turniers und erst Recht im Endspiel. Beide hatten nicht so viel Glück in ihren Siebenmeterschiessen im Viertelfinale und platzierten sich wohl unter Wert.

Und wir freuten uns endlich mal nicht „Zweiter“ geworden zu sein. MÄDELS DAS HAB IHR EUCH ECHT VERDIENT, wusste gar nicht das ihr so viel Kondition habtJ.
Auch die Siegerehrung überstanden wir noch, Andrea hast eine tolle Rede gehalten:“Danke an die schöne Turnierleitung….“. Egal wir nahmen den Wanderpokal entgegen und machten uns auf dem Weg zum verdienten Duschen.

Ja, oder nein, zum Siegeressen, war jetzt noch zu klären, war ja schon ein langer Tag. Ja, wurde entschieden sind ja Ferien. Kurze Absprache und wir fuhren los mit der Hoffnung ein McDonald zu finden. Das stellte sich aber dann nicht so einfach da wie wir dachten, so dass wir am Ende am Friedrich Ebert Damm in Hamburg landeten, obwohl wir an diversen vorbeifuhren, jedoch die Telekommunikationsmittel leider Aufgrund anderer Verwendungszwecke nicht zur Verfügung standen, und das Kolone fahren nicht so geklappt hat. Die Eltern von Andrea(auch an Euch vielen Dank an dieser Stelle) spendierten das wohlverdiente Essen den Mädels. Von dort aus trennten sich danach die Wege der Spielerinnen. Eine Woche Pause ist angesagt und dann geht es für fünf Tage ab ins Trainingslager nach Schönhagen. Ich freue mich schon sehr darauf. Gegen 20:00 Uhr stellten wir dann den Bus ab, und ein langer, anstrengender Tag ging vorbei. Dank des Erfolges aber war es gar nicht so lang.

Vielen Dank an die, dann im Nachhinein, vielen Familienmitgliedern für die tatkräftige Unterstützung. Ihr habt euer kommen dank den Mädels nicht bereuen müssen. Auch wenn es zwischenzeitlich vielleicht paar Meinungsverschiedenheiten gab, gehört wohl dazu, war es ein sehr schöner Sonntag für Alle.
Bleibt mir nur noch zu sagen, Mädels erholt euch gut, schöne Ferienwoche und wir sehen uns am Montag den 15.03. zur Abfahrt ins Trainingslager.
P.S. Ein kleiner Zitat von der Welle Homepage, hoffe ist gestattet: "Farmsen-Bramfeld-Wellingsbüttel in Freude vereint - ich bin mir ganz sicher : das gab es noch nie !( und war doch so schön anzusehen )"